Bad Vilbel fordert Bürger zum Wassersparen auf
In Bad Vilbel (Wetteraukreis, Hessen) wird das Trinkwasser knapp. Schon im Juni wurde festgestellt, dass die Menschen so viel Wasser verbraucht haben wie noch nie zuvor. Die Situation in den Gebieten, aus denen das Wasser gewonnen wird, ist angespannt. Deshalb hat der Wasserversorger OVAG die Stadt eindringlich gebeten, beim Verbrauch zu sparen.
Bürgermeister Sebastian Wysocki ruft deshalb nun die gesamte Bevölkerung dazu auf, sorgsam mit dem Wasser umzugehen. Die Stadtverwaltung will dabei mit gutem Beispiel vorangehen und prüft gerade, wo sie selbst sparen kann. Einige Maßnahmen laufen bereits: Die Naturrasenplätze auf Sportfeldern werden nur noch selten und nur noch früh am Morgen gewässert. In Parks und auf anderen Grünflächen wird gar kein Wasser mehr verspritzt. Zudem wird das Gras dort seltener gemäht. Das höhere Gras spendet dem Boden Schatten, damit er nicht so schnell austrocknet. Eine Ausnahme gibt es nur auf Spielplätzen.
Auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel passt ihr Programm an. Sie verzichtet momentan auf Wasserübungen und wäscht ihre Fahrzeuge seltener. Alle Fachdienste der Stadt sollen zudem überlegen, wie sie im Alltag weniger Wasser verbrauchen können.
Die Stadt gibt den Bürgern praktische Tipps, wie sie zu Hause helfen können. Es wird empfohlen, lieber kurz zu duschen als ein Bad zu nehmen. Beim Zähneputzen, Rasieren oder Händewaschen soll der Hahn konsequent zugedreht werden. Waschmaschinen und Geschirrspüler sollten nur voll beladen eingeschaltet werden. Auf Rasensprenger und das Befüllen von Pools sollte derzeit komplett verzichtet werden. Wer kann, soll Sparduschköpfe benutzen.
Laut Bürgermeister Wysocki geht es nicht nur um die aktuelle Knappheit. Wenn im Sommer zu viel Wasser verbraucht wird, leidet der Grundwasserspeicher. Da sich dieser nach Regenfällen nur langsam wieder füllt, könnte ein zu hoher Verbrauch jetzt sogar Probleme im nächsten Winter verursachen. Er bittet daher alle Bewohner, in den nächsten Tagen und Wochen genau zu prüfen, ob der Wasserverbrauch wirklich notwendig ist.
Quelle: Bad Vilbel – zur Originalmeldung