Bad Soden-Salmünster zieht in Gründungsbeirat der Kleinstadtakademie ein
Bürgermeister Dominik Brasch wird künftig im Gründungsbeirat der Kleinstadtakademie mitarbeiten. Die Initiative für seine Berufung kam direkt aus dem Beirat selbst. Man schätzt dabei vor allem seine Vernetzung in der Kommunalpolitik und seine Erfahrungen auf Bundesebene. Zudem war Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) bereits in der Pilotphase des Projekts aktiv. Brasch übernimmt die Aufgabe ehrenamtlich.
Die Kleinstadtakademie will kleine Städte in ganz Deutschland besser vernetzen. Es soll eine Plattform sein, auf der Kommunen, Wissenschaftler und Praktiker sich austauschen. Das Ziel ist ein lernendes Netzwerk: Erfahrungen aus der Praxis sollen gebündelt und an andere Orte übertragen werden. So entstehen neue Impulse für die Stadtentwicklung vor Ort.
Der Hintergrund ist ein bekanntes Problem vieler kleiner Städte. Sie stehen oft vor den gleichen großen Aufgaben wie Großstädte, haben aber viel weniger Personal und Geld zur Verfügung. Ein direkter Austausch über Lösungen, die bereits woanders funktioniert haben, ist daher besonders wichtig. Bürgermeister Brasch betont, dass Kleinstädte eine stärkere Stimme im politischen Diskurs brauchen.
Für die Stadt Bad Soden-Salmünster bringt das konkrete Vorteile. Die Verwaltung bleibt so eng an neuen fachlichen Entwicklungen dran. Das Netzwerk aus Wissenschaft und Spitzenverbänden hilft dabei, frühzeitig Hinweise auf neue Fördergelder oder wichtige Trends zu bekommen, die dann direkt in die Arbeit vor Ort einfließen.
Im Gründungsbeirat sitzen neben Brasch unter anderem Kerstin Schöniger (Bürgermeisterin von Rodewisch und Beiratsvorsitzende), Bernd Düsterdiek vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie Experten der Hochschule Neubrandenburg und des Thünen-Instituts. Auch Matthias Wohltmann vom Deutschen Landkreistag ist dabei. Als Gäste nehmen Vertreter des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung teil. Die Stadt Wittenberge fungiert als Projektträger der Akademie.