Bad Soden-Salmünster: Stadt reagiert auf Kritik am Trauerzentrum
In Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) gibt es Diskussionen über das neue Trauerzentrum in Salmünster. Seit der Fertigstellung haben sich viele Menschen bei der Stadt gemeldet. Sie kritisieren vor allem die Ausstattung der Trauerhalle, die zu wenigen Sitzplätze und die Gestaltung der Außenanlagen beim Parkplatz.
Bürgermeister Dominik Brasch sagt, dass es verständlich sei, wenn die Menschen an einem Ort des Abschieds genau hinschauen. Die Stadt will die offenen Punkte nun Schritt für Schritt klären. Dazu setzt sie sich mit der Verwaltung, den Kirchen und dem Betreiber des Zentrums zusammen.
Ein wichtiger Punkt ist die Ausstattung der Halle. Aktuell wird besprochen, wie Altar, Ambo und Kreuz aus der alten Trauerhalle wieder eingebaut werden können. So sollen künftig wieder kirchliche Trauerfeiern und Requiems stattfinden. Auch eine Orgel soll angeschafft werden. Das Geld dafür ist bereits im Haushalt für das Jahr 2026 eingeplant.
Viele hatten zudem das Gefühl, dass es nicht genug Sitzplätze gibt. Das lag daran, dass anfangs zu wenige Bänke aufgestellt waren. Die Stadt betont jedoch, dass der Raum baulich so geplant wurde, dass man die Anzahl der Plätze wieder auf das Niveau der alten Halle erhöhen kann. Das wird nun angepasst.
Um die Optik im Außenbereich wird sich im Herbst gekümmert. Dann soll der städtische Bauhof die Flächen beim Parkplatz und vor dem Zentrum endgültig bepflanzen.
Die Stadt weist darauf hin, dass der Neubau insgesamt eine Erleichterung ist. Hätte man das Projekt nicht privatwirtschaftlich gelöst, hätte die Stadt viel Geld in die alte Halle und die Infrastruktur stecken müssen. Jetzt gibt es moderne Räume, mehr Parkplätze und neue öffentliche Toiletten. Sogar der Glockenturm wird gerade restauriert, wobei der Betreiber die Kosten übernimmt.
Da nicht alles in der Hand der Stadt liegt, begleitet die Verwaltung die weiteren Absprachen nur dort, wo es um städtische Belange oder den Friedhofsbetrieb geht. Wer Fragen hat, kann sich direkt an die Betreiber wenden. Diese sind täglich zwischen 8 Uhr und 18 Uhr vor Ort und stehen für Gespräche zur Verfügung.