Bad Soden lädt zu Führungen über jüdisches Leben ein
Wer mehr über die jüdische Geschichte in Bad Soden (Main-Taunus-Kreis, Hessen) erfahren möchte, kann an zwei besonderen Führungen teilnehmen. Die Termine finden am 22. und 23. August 2026 statt. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos.
Der erste Teil startet am Samstag, den 22. August, um 15:00 Uhr. Treffpunkt ist das Parkdeck Enggasse in der Altstadt. Die Führung dauert etwa eineinhalb Stunden. Unter dem Titel „Jenny Lippmann, Teil 1“ wird die Geschichte der orthodoxen jüdischen Gemeinde erzählt, die es bis zum Zweiten Weltkrieg in der Stadt gab. Die Darsteller Jenny Lippmann und Jakob Orschützer führen die Gruppe zu wichtigen Orten. Der Weg führt zur ehemaligen Synagoge, zum Quellenhof und zum Frankfurter Hof. Danach geht es über die Dachbergstraße zur Talstraße. Dort befanden sich früher die Israelitische Kuranstalt und die Villa Aspira.
Am Sonntag, den 23. August, geht es mit dem zweiten Teil weiter. Auch hier ist der Start um 15:00 Uhr. Diesmal treffen sich die Teilnehmer am Sauerbrunnen in der Straße Zum Quellenpark 24, genau an der Kreuzung zur Brunnenstraße. Die Führung zeigt unter anderem den ehemaligen Hutladen von Jenny Lippmann im Zum Quellenpark 2. Außerdem stehen das Haus Reiss, das Haus Isserlin und das Haus Rothschild auf der Liste. Der Rundgang führt noch zum Paulinenschlößchen am Rand des Alten Kurparks und endet schließlich in der Leopold Passage in der Königsteiner Straße 55.
Ein besonderes Detail: Die Darstellerin der Hutmacherin Jenny Lippmann trägt bei den Spaziergängen einen ihrer modernen Hüte. Die Organisatoren rufen alle Teilnehmer dazu auf, ebenfalls ihren Lieblingshut mitzubringen und zu tragen.