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Bad Homburg wird als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet

Die Stadtverwaltung in Bad Homburg vor der Höhe (Hochtaunuskreis, Hessen) hat ein wichtiges Gütesiegel erhalten. Das Land Hessen würdigt damit die Angebote für Eltern und Pflegende.

Im Schloss Biebrich in Wiesbaden gab es eine feierliche Verleihung. Die Stadt Bad Homburg vor der Höhe erhielt dort vom Hessischen Innenministerium das Siegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“. Damit wird anerkannt, dass die Stadt viel dafür tut, dass Beruf, Familie und die Pflege von Angehörigen besser zusammenpassen.

Bevor es die Auszeichnung gab, musste die Verwaltung einen harten Prozess durchlaufen. In einem Workshop haben sich Mitarbeiter aller Ebenen zusammengesetzt. Von Azubis bis zu den Chefs haben alle mitgearbeitet, um konkrete Ziele für die nächsten Jahre festzulegen. Daraus entstand ein Plan, der auf die verschiedenen Lebenssituationen der Beschäftigten eingeht.

Schon vorher war die Stadt in dieser Hinsicht gut aufgestellt. Es gibt zum Beispiel flexible Arbeitszeiten mit Gleitzeit und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. Wer eine Führungsposition hat, kann diese in Teilzeit ausüben. Auch für Auszubildende und Studenten gibt es Teilzeitmodelle. Zusätzlich bietet die Stadt Patenprogramme für junge Leute, Fortbildungen und Schulungen für Führungskräfte an.

Auch abseits der Arbeit gibt es Unterstützung. Die Stadt bietet Betreuungsplätze für Kinder von Mitarbeitern an. Wer fit bleiben will, kann Betriebssportgruppen nutzen oder ein JobRad beziehen. Es gibt zudem vergünstigte Angebote für Fitness und Freizeit. Alle wichtigen Infos zu Pflege und Familie finden die Mitarbeiter gesammelt im Intranet.

Mit dem Siegel kommen aber auch Pflichten auf die Stadt zu. Sie muss ihre Strukturen weiter verbessern. So soll das Leitbild der Stadt überarbeitet und die digitale Fortbildung ausgebaut werden. Wer in Elternzeit oder Mutterschutz ist, soll künftig besser über Neuigkeiten in der Verwaltung informiert werden. Auch die Regeln für das Homeoffice und die Arbeitszeit werden noch einmal genau geprüft.

In einem Jahr muss die Stadt dem Innenministerium einen Zwischenbericht vorlegen. Wenn die Ziele innerhalb von zwei Jahren erreicht werden, kann das Siegel um weitere vier Jahre verlängert werden. Geld gibt es für die Auszeichnung nicht, es geht rein um das Engagement der Stadt.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes betonte, dass eine moderne Verwaltung attraktive Bedingungen braucht, um motivierte Leute zu halten. Auch Innenminister Roman Poseck sah das so: Angesichts des Fachkräftemangels sei die Familienfreundlichkeit ein wichtiger Faktor, um im Wettbewerb um gute Mitarbeiter zu bestehen.

Quelle: Bad Homburg vor der Höhe – zur Originalmeldung

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