Bad Driburg macht Politik für alle verständlicher
In Bad Driburg (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) soll es in Zukunft einfacher werden, bei der Politik mitzureden. Die Stadt möchte ihre Sitzungsunterlagen barrierefreier machen. Damit das klappt, werden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung speziell geschult.
Konkret bedeutet das: Die Unterlagen für die Ausschuss-Sitzungen sollen digital leichter zugänglich werden. Das gilt allerdings nicht für Anträge von Fraktionen oder Dokumente von externen Firmen. Im Haupt- und Finanzausschuss gibt es zudem einen weiteren Test. Dort sollen die öffentlichen Vorlagen vorab in einer leicht verständlichen Sprache zusammengefasst werden. Diese Texte gibt es dann als Anlage dazu.
Auch bei den Stadtratssitzungen gibt es Neuerungen. Für die nächsten sechs Monate testet die Stadt den Einsatz von Dolmetschern für Gebärdensprache und Schrift. Wer diese Hilfe benötigt, muss dies spätestens sieben Tage vor der Sitzung bis 12 Uhr anmelden. Außerdem sucht die Stadt nach einer technischen Lösung für eine Hörunterstützung. Sobald die Markterkundung dafür abgeschlossen ist, soll diese Technik ebenfalls getestet werden.
Die ganze Aktion startete durch einen Bürgerantrag. Die Stadt will so Menschen mit Handicaps eine bessere Teilhabe ermöglichen. Ob die Maßnahmen dauerhaft bleiben, entscheidet sich nach der sechsmonatigen Testphase. Dann wird geprüft, wie gut die neuen Angebote funktioniert haben.