Bad Camberg: Entscheidung für Neubau der Dombach-Brücke
In Bad Camberg (Landkreis Limburg-Weilburg) gibt es Neuigkeiten zu einer Baustelle, die viele Anwohner schon lange nervt. Die Brücke über den Dombach in der Erbacher Neugasse ist bereits seit dem 25. März 2022 gesperrt, weil sie einstürzen könnte. Jetzt hat der Magistrat der Stadt entschieden, wie die Brücke neu gebaut wird.
Das Ingenieurbüro Julius Berger International hatte zwei verschiedene Möglichkeiten geprüft. Beides waren Pläne für eine Brücke, über die man wieder fahren kann. Sie soll insgesamt fünf Meter breit werden, wobei die Fahrbahn 3,50 Meter Platz bietet.
Der entscheidende Unterschied lag darin, wie die Baugrube gesichert wird. Der Magistrat hat sich gegen teure Stahlwände aus Spundwänden entschieden. Stattdessen gibt es eine beidseitige Baugrube mit einer Tiefe von 4,10 Metern. Das hat einen großen Vorteil für die Leute, die dort wohnen: Es gibt weniger Lärm und weniger Erschütterungen während der Bauzeit.
Zwar müssen bei dieser Variante ein Teil der Abwasserleitung erneuert und mehr Straßenflächen wiederhergestellt werden, aber es ist deutlich billiger. Die Kosten liegen laut Planern bei etwa 400.000 Euro brutto. Hätte man sich für die Spundwände entschieden, wären es rund 500.000 Euro gewesen. Die Stadt spart also etwa 100.000 Euro.
Wie genau es nun mit dem Baustart und der Fertigstellung weitergeht, wurde in der aktuellen Entscheidung noch nicht konkret terminiert. Die Planung für den Ersatzneubau ist damit jedoch einen wichtigen Schritt vorangekommen.