BAB 7: Sattelzug-Fahrer wegen massiver Ruhezeitverstöße gestoppt
Ein aufmerksamer Autofahrer bemerkte am Samstagabend gegen 23:10 Uhr einen Sattelzug auf der BAB 7 (Landkreis Goslar, Niedersachsen). Der Lkw fuhr in Richtung Süden und zog dabei starke Schlangenlinien auf der Fahrbahn. Der Zeuge meldete den Vorfall sofort bei der Autobahnpolizei Hildesheim.
Die Beamten suchten den Lkw, der mit Obst beladen war, und konnten ihn schließlich auf der Tank- und Rastanlage Harz West anhalten. Zuerst befürchteten die Polizisten, dass der 72-jährige Fahrer aus Erfurt betrunken sein könnte oder unter Medikamenten stand. Die Kontrollen ergaben jedoch, dass der Mann nüchtern war.
Dann fiel den Beamten etwas anderes auf: Der Fahrer hatte seine Fahrerkarte nicht in den Fahrtenschreiber gesteckt. Die Polizei las das Gerät daraufhin aus und stieß auf massive Verstöße. Der Mann war seit etwa 32 Stunden fast ohne Pause unterwegs. In dieser Zeit arbeitete er oder fuhr den Lkw. Die längste Pause, die er einlegte, dauerte gerade einmal zwei Stunden.
Besonders gefährlich war eine Strecke, auf der der Mann etwa acht Stunden am Stück lenkte. Eigentlich darf man maximal 4,5 Stunden am Stück fahren, bevor eine Pause von mindestens 45 Minuten fällig ist. Normalerweise sind zudem maximal neun Stunden Fahrt pro Tag erlaubt, danach müssen elf Stunden Ruhezeit folgen.
Die Polizei untersagte dem Fahrer die Weiterfahrt. Wegen der Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.