BAB 57: Zoll findet Kokain in Transporter
Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Emmerich (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) hielten am 5. August einen Transporter auf der BAB 57 an. Das Fahrzeug kam gerade aus den Niederlanden. Als die Zöllner den 47-jährigen Fahrer fragten, ob er illegale Waren dabei habe, verneinte dieser das.
Doch die Beamten schauten genauer hin. Auf der Ladefläche fanden sie Kartons mit vielen kleinen, in Folie eingewickelten Päckchen. Darin befand sich ein braunes Pulver. Ein erster Schnelltest zeigte, dass es sich um Opiate handelte. Daraufhin durchsuchten die Beamten auch das Führerhaus und fanden dort drei Pakete, die typisch für den Drogenhandel verpackt waren.
Unterstützung bekam die Truppe durch die dreijährige Zollhündin Tessa. Der Belgische Schäferhund ist als Rauschgiftspürhund ausgebildet und schnüffelte zwei weitere Pakete im Wagen auf. Ein Test vor Ort ergab: Es war Kokain.
Die Zöllner nahmen den Mann vorläufig fest und brachten den Transporter zur Dienststelle. Dort wogen sie die Funde genau aus. Insgesamt hatten sie über fünf Kilo Kokain sichergestellt. Auf dem Schwarzmarkt ist das Pulver über 350.000 Euro wert. Außerdem fanden die Beamten rund 40 Kilo einer Mischung aus Paracetamol und Koffein.
Die Staatsanwaltschaft Kleve beantragte daraufhin einen Haftbefehl gegen den Mann, den das Amtsgericht Kleve auch erlassen hat. Das Zollfahndungsamt Essen ermittelt nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft weiter.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.