B68 im Kreis Paderborn: Neue Regeln nach schweren Unfällen
Auf der B68 zwischen Borchen-Dörenhagen und Lichtenau-Grundsteinheim (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen) ist es im Frühjahr 2026 gefährlich geworden. An der Kreuzung mit den Wirtschaftswegen Maiweg und Hohenliethweg passierten zwei schwere Unfälle. Insgesamt neun Menschen wurden dabei verletzt. Das Problem: Die B68 ist dort dreispurig und die Autos rasen über die Strecke. Obwohl das Abbiegen und Queren der Straße von den Wirtschaftswegen aus seit Jahren verboten ist, haben es viele Fahrer trotzdem versucht.
Die Unfallkommission des Kreises wollte die Zufahrten eigentlich komplett mit Leitplanken absperren. Doch die Landwirte wehrten sich dagegen, weil sie sonst nicht mehr auf ihre Felder kommen, besonders während der Ernte. Deshalb haben sich die Verwaltung, die Polizei, die Gemeinden und die Landwirtschaft zusammengesetzt, um einen Kompromiss zu finden.
Das Ergebnis steht nun fest: Der Hohenliethweg wird auf der Seite der Gemeinde Borchen gesperrt. Nur für riesige Transporte kann die Absperrung bei Bedarf kurzzeitig entfernt werden. Außerdem wird das Tempo gesenkt: Wer in Richtung Lichtenau fährt, darf auf einem 200-Meter-Stück vor der Kreuzung Maiweg/Hohenliethweg nur noch 80 km/h fahren.
Beim Maiweg auf der Seite der Stadt Lichtenau bleibt es hingegen so, wie es bisher war. Hier wird nicht abgesperrt. Aber die Regeln bleiben streng: Wer aus Richtung Paderborn kommt, darf nicht links in den Maiweg abbiegen. Auch Radfahrer und Leute auf E-Scootern dürfen die B68 an dieser Stelle nicht überqueren. Die Behörden warnen eindringlich vor der Gefahr, da die Strecke extrem riskant ist.
Diese Maßnahmen sind erst einmal eine Übergangslösung, bis man eine dauerhafte Antwort auf das Problem gefunden hat. Die Änderungen werden nun schnell umgesetzt. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.