B42 in Kestert: Große Bauarbeiten starten im August
In Kestert (Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz) beginnt am Montag, den 10. August 2026, eine große Baustelle. Auf einer Strecke von etwa 1.200 Metern wird die Bundesstraße B42 komplett saniert. Die Arbeiten reichen von der Zufahrt zur Eisenbahnstraße bis zum nördlichen Ortsende in Richtung Kamp-Bornhofen. Dabei wird die Fahrbahn inklusive des Unterbaus erneuert und auf eine Breite von sieben Metern ausgebaut.
Zusätzlich bekommt die Straße einen neuen Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern plus Sicherheitsstreifen. Auch der Gehweg ab der Rheinstraße 71 wird auf Kosten der Ortsgemeinde Kestert komplett neu gebaut. Gleichzeitig erneuern die Verbandsgemeindewerke Loreley einige Teile der Wasserleitung und der Kanalisation.
Das Projekt ist in drei Abschnitte unterteilt. Zuerst startet die Baufirma im dritten Teilabschnitt, der Bereich zwischen der Einmündung Eisenbahnstraße/Bergweg und der Obergasse. Hier wird die Straße nur halbseitig gesperrt, der Verkehr wird über eine Ampelanlage geregelt. In den ersten Tagen ab dem 10. August wird die Baustelle eingerichtet und der alte Asphalt abgefräst.
Ab Januar 2027 folgt der erste Bauabschnitt von der Eisenbahnstraße in der Ortsmitte bis zum nördlichen Ortsende. Da es dort sehr eng ist, muss die Straße für etwa sechs Monate komplett gesperrt werden. Autofahrer müssen dann einen großen Umweg fahren: Die Umleitung führt bereits ab Braubach über die L 335 via Dachsenhausen und Miehlen in Richtung St. Goarshausen.
Anlieger, die direkt im Baubereich wohnen, kommen weiterhin zu ihren Häusern. Wenn es kurze Einschränkungen gibt, informiert die Gemeinde die Bewohner vorab per Handzettel. Nach der Vollsperrung geht es mit halbseitigen Sperrungen weiter, bis die gesamte Baustelle fertig ist.
Insgesamt kostet das Projekt rund 12 Millionen Euro für den Bund. Die Gemeinde Kestert gibt etwa 164.000 Euro aus, die Verbandsgemeindewerke Loreley etwa 360.000 Euro. Zusätzlich investiert die Gemeinde rund 1,6 Millionen Euro in die Gestaltung der Rheinuferanlage.
Die Behörden bitten Autofahrer und Gewerbebetriebe, die Fahrten nach Möglichkeit zu vermeiden oder auf verkehrsarme Zeiten zu legen.
Quelle: Prath – zur Originalmeldung