Ausstellung über NS-Kinderheim im Kloster Rehna
Am Dienstag, den 28. Juli 2026, ist im Kloster Rehna (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) die Ausstellung „ORTSZEIT – Maurinmühle“ zu sehen. Die Besucher können die Werke zwischen 11 und 16 Uhr betrachten.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Maurinmühle bei Neschow. Das ist ein Ort, an dem zur Zeit des Nationalsozialismus ein Kinderheim betrieben wurde. Dort wurden Kinder untergebracht, die als „schwer erziehbar“ galten. Außerdem lebten dort Kinder von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen. Heute gibt es an diesem Ort kaum noch Spuren von dem, was dort damals passiert ist.
Das Projekt möchte diese vergessenen Orte wieder sichtbar machen. Die Kuratorin Annette Czerny und der Historiker Lukas Augustat haben dafür gearbeitet. Augustat hat die Geschichte des Heims erforscht und seine Ergebnisse veröffentlicht. Die Kunstausstellung nutzt diese wissenschaftlichen Daten und versucht, die Ereignisse auf einer emotionalen Ebene zu vermitteln. So sollen die Besucher die Geschichte aus einer persönlichen Perspektive erleben und sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober im Kloster Rehna zu sehen. Wer die Dauerausstellung und die „ORTSZEIT“-Schau kombinieren möchte, zahlt 6 Euro Eintritt. Für Menschen mit Ermäßigung kostet das Ticket 4 Euro.
Die Öffnungszeiten im Kloster sind von Mai bis Oktober von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen öffnet das Kloster um 11 Uhr und schließt ebenfalls um 17 Uhr. Im Oktober ändern sich die Zeiten leicht: Dann ist täglich von 11 bis 16 Uhr geöffnet.