Aurich und Wittmund: Festnahme nach großer Einbruchserie
Um den Jahreswechsel herum, also zwischen Dezember und Februar, gab es in den Landkreisen Aurich und Wittmund (Niedersachsen) plötzlich viele Einbrüche in Wohnhäuser. Die Täter schlugen innerhalb weniger Wochen immer wieder zu. Später passierte das Gleiche auch in den Landkreisen Vechta, Grafschaft Bentheim, Emsland und Harburg. Insgesamt zählen die Ermittler mittlerweile über 50 Taten. Mehr als die Hälfte davon passierte in Aurich und Wittmund.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Osnabrück arbeiteten eng zusammen, um die Täter zu finden. Im Fokus landeten drei Männer im Alter von 28 bis 42 Jahren. Die Ermittler vermuten, dass die Männer zu einer chilenischen Gruppe gehören, die europaweit aktiv ist. Diese Leute reisen wohl gezielt für einige Wochen nach Europa ein, um Einbrüche zu begehen, und verschwinden dann wieder.
Der Durchbruch gelang den Beamten über ein Auto, das bei den Taten genutzt wurde. Durch die Auswertung von Spuren konnten sie das Fahrzeug einem 39-jährigen Mann zuordnen. Er gilt als Hauptverdächtiger. Daraufhin wurde ein europäischer Haftbefehl gegen ihn ausgestellt.
Im März schnappten die Behörden den Mann dann in den Niederlanden. Er wurde direkt nach einer weiteren Tat festgenommen. Aktuell befindet er sich dort in Untersuchungshaft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Zwei weitere Verdächtige wurden ebenfalls vorläufig festgenommen, aber nach den ersten Befragungen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Polizei prüft nun noch genau, wer welche Tat in welcher Gruppe begangen hat. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und weiteren möglichen Verdächtigen dauern an. Ob und inwieweit sich die Männer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund – zur Originalmeldung