Aulendorf warnt vor giftigem Jakobskreuzkraut und Staudenknöterich
Die Stadt Aulendorf (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) warnt vor zwei Pflanzen, die sich aktuell im Stadtgebiet stark ausbreiten. Das giftige Jakobskreuzkraut ist vor allem an den Bahngleisen der Deutschen Bahn zu finden. Besonders betroffen sind die Bereiche rund um Rugetsweiler und an der Zollenreuter Straße.
Das Jakobskreuzkraut erkennt man an den leuchtend gelben Blüten. Für Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen ist die Pflanze hochgiftig. Die Giftstoffe bleiben auch im Heu oder in der Silage erhalten. Wer die Pflanze regelmäßig frisst, riskiert schwere Leberschäden oder stirbt im schlimmsten Fall daran. Für Menschen ist die Pflanze bei normalem Kontakt nicht direkt gefährlich. Wer sie jedoch ausreißt, sollte Handschuhe tragen, da der Pflanzensaft Hautreizungen auslösen kann. Auch Kinder sollten die Pflanze nicht pflücken oder damit spielen. Es besteht zudem die Gefahr, dass Giftstoffe in Honig oder Kräutertees gelangen.
Neben dem Giftkraut breitet sich am Krautlandweg der Japanische Staudenknöterich aus. Diese Pflanze ist für Menschen zwar nicht giftig, aber ein Problem für die Natur. Sie verdrängt heimische Pflanzen und verändert die Umgebung. Das Problem ist, dass schon kleinste Wurzelstücke neue Pflanzen bilden können. Wer die Pflanze entfernt, darf die Reste auf keinen Fall in die Natur oder auf den Kompost werfen. Einfaches Mähen kann die Ausbreitung sogar fördern, weshalb eine fachgerechte Bekämpfung wichtig ist.
Der städtische Betriebshof hat bereits angefangen, die Pflanzen in verschiedenen Bereichen zu bekämpfen. Da die Arten sehr hartnäckig sind, wird man erste Erfolge voraussichtlich erst im nächsten Jahr sehen. Die Stadt plant daher eine langfristige Bekämpfung über mehrere Vegetationsperioden hinweg.
Die Stadt Aulendorf bittet nun alle Grundstückseigentümer, ihre Flächen regelmäßig zu prüfen. Wer einen Befall bemerkt, sollte schnell handeln, um die weitere Ausbreitung zu stoppen.
Quelle: Aulendorf – zur Originalmeldung