Augsburg: Kundgebungen bei Kinderbuchlesung in Stadtbücherei
Am Mittwochnachmittag stand in der Stadtbücherei in Augsburg (Bayern) eine besondere Veranstaltung auf dem Plan. Von 15:30 bis 17:00 Uhr las eine Künstlerin aus der Drag-Szene Kinderbücher vor.
Doch die Lesung sorgte bereits im Vorfeld für Aufregung. Deshalb versammelten sich zwei Gruppen in der Innenstadt. Auf dem Ernst-Reuther-Platz protestierten von 15:00 bis 16:30 Uhr etwa 65 Menschen gegen die Vorlesung. Gleichzeitig trafen sich vor dem Stadtcafé die Befürworter der Veranstaltung unter dem Motto "Die rote Linie". Diese Gruppe war deutlich größer und zählte zeitweise rund 100 Teilnehmer. Sie hielten ihre Kundgebung von 14:00 bis 17:30 Uhr ab.
Beide Gruppen hatten ihre Treffen vorher bei den Behörden angemeldet. Damit die Situation nicht eskalierte, war die Polizei mit vielen Beamten vor Ort. Einige davon waren speziell als Kommunikationsbeamte geschult, um zwischen den Fronten zu vermitteln und die Ruhe zu bewahren.
Trotz der gegensätzlichen Meinungen blieb es friedlich. Die Kinderbuchlesung konnte ohne Störungen durchgeführt werden. Auch die beiden Kundgebungen endeten ohne größere Zwischenfälle.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Nord – zur Originalmeldung