Augsburg: Betrüger versuchen Senioren am Telefon auszutricksen
Am Dienstag kam es im Stadtgebiet von Augsburg (Bayern) zu einer Serie von Betrugsversuchen. Unbekannte Anrufer versuchten, ältere Menschen mit verschiedenen Lügen dazu zu bringen, Geld oder Wertsachen herauszugeben. In allen drei Fällen reagierten die Betroffenen jedoch schnell und richtig, sodass niemand Geld verlor.
Der erste Versuch startete gegen 10.40 Uhr im Stadtteil Kriegshaber. Eine 70-jährige Frau wurde von einem Mann angerufen, der vorgab, ein Kriminalbeamter zu sein. Er behauptete, es habe in der Nachbarschaft einen Einbruch gegeben und der Name der Frau stünde auf einer Liste mit Verdächtigen. Als der Anrufer dann nach Goldschmuck und anderen Wertsachen fragte, merkte die Seniorin, dass etwas nicht stimmte. Sie legte auf und wählte sofort den Notruf.
Nur wenige Stunden später, gegen 16.00 Uhr, gab es in Kriegshaber einen weiteren Anruf. Diesmal meldete sich eine Frau, die vorgab, Ärztin zu sein. Sie erzählte einem 80-jährigen Mann, seine Schwester liege im Krankenhaus und brauche dringend teure Medikamente. Um den Druck zu erhöhen, war im Hintergrund eine weinende Nichte zu hören. Der Mann ließ sich nicht verunsichern, gab keine Informationen preis und beendete das Telefonat.
Ein dritter Betrugsversuch ereignete sich im Laufe des Tages im Stadtteil Haunstetten. Eine 83-jährige Frau wurde kontaktiert. Der Betrüger behauptete, ihre Tochter sei an Krebs erkrankt und müsse in einer Klinik behandelt werden. Dafür seien sofort 10.000 Euro nötig. Auch hier erkannten die Angehörigen die Masche rechtzeitig und informierten die Polizei.
Die Beamten warnen vor solchen Anrufen und raten dazu, sofort aufzulegen. Man solle niemals Auskunft über Geld oder Wertsachen geben und im Zweifel die Angehörigen unter der bekannten Nummer selbst anrufen. Geld solle niemals an fremde Menschen übergeben werden.
Wer sich schützen möchte, kann die Aktionstage der Mobilen Wache nutzen. Diese ist am 17. August von 13.30 bis 16.30 Uhr in Königsbrunn (Königsallee 1), am 18. August von 09.30 bis 12.30 Uhr in Augsburg vor der City-Galerie und am 19. August von 12.30 bis 15.30 Uhr auf dem Marktplatz in Mering erreichbar.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Nord – zur Originalmeldung