Asbach setzt auf schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft
In der Verbandsgemeinde Asbach (Rheinland-Pfalz) wird seit zwei Jahren ein besonderes Projekt getestet. Es geht um das sogenannte Ersthelfer-System. Hierbei geht es darum, die Zeit zu überbrücken, bis der professionelle Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft. Besonders bei einem Herz-Kreislaufstillstand entscheiden oft nur wenige Minuten darüber, ob ein Mensch überlebt oder welche Spätfolgen bleiben.
Das Netzwerk besteht aus Bürgern, die in Asbach wohnen oder arbeiten. Alle Helfer bringen bereits eine medizinische Grundqualifikation mit und haben eine spezielle Ausbildung absolviert. Wenn die Notrufzentrale einen Herz-Kreislaufstillstand meldet, werden diese Freiwilligen gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. Da sie oft direkt in der Nähe sind, erreichen sie die Betroffenen häufig schon nach wenigen Minuten.
Vor Ort beginnen die Ersthelfer sofort mit lebensrettenden Maßnahmen. Sie führen die Herzdruckmassage durch oder nutzen einen automatisierten externen Defibrillator (AED). Damit wird die kritische Zeit bis zum Eintreffen der Notärzte und Sanitäter optimal genutzt. Die Freiwilligen ersetzen den Rettungsdienst nicht, sondern unterstützen ihn.
Die Bilanz nach zwei Jahren fällt positiv aus. Insgesamt wurden die ehrenamtlichen Helfer bereits rund 50 Mal gerufen. In vielen dieser Notfälle konnten sie die Zeit bis zur Ankunft der Profis überbrücken. Die Helfer investieren dafür regelmäßig Zeit in Fortbildungen, um ihr Wissen aktuell zu halten.
Bürgermeister Michael Christ und die Projektverantwortlichen um Arnold Schücke bedankten sich öffentlich bei den Helfern sowie bei den Spendern, die das Projekt finanziell unterstützen. Das System gilt als Erfolg für die Sicherheit in der Region.