Arnstadt ehrt Ruth Weisbach mit Eintrag ins Goldene Buch
Ruth Weisbach hat sich in das Goldene Buch der Stadt Arnstadt (Thüringen) eingetragen. Dabei war Bürgermeister Frank Spilling an ihrer Seite. Der Anlass war eine besondere Auszeichnung: Anfang Juli erhielt Weisbach auf der Wartburg in Eisenach die Thüringer Rose. Die Thüringer Sozialministerin Katharina Schenk überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit neun weiteren Ehrenamtlichen.
Die Ehrung ist ein Dank für ihre jahrelange Arbeit in der Selbsthilfe. Seit dem Jahr 2000 setzt sich Ruth Weisbach für Menschen ein, die nach schweren Krankheiten oder Schicksalsschlägen Hilfe suchen. Auslöser für ihr Engagement war ein eigener Schlaganfall im Alter von 39 Jahren. Als die damalige Leiterin ihrer Selbsthilfegruppe an Krebs starb, übernahm sie die Leitung. Sie erinnert sich heute daran, dass dies ein Sprung ins kalte Wasser war und man sich für eine solche Entscheidung eigentlich nie bereit fühle.
Inzwischen leitet Ruth Weisbach sieben verschiedene Gruppen. Diese beschäftigen sich mit Themen wie Schlaganfall, Wirbelsäule, Krebs, Rheuma, Schmerz, Lymphe oder dem Verlust eines Partners. Zudem organisiert sie Vorträge und Veranstaltungen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Ehemann, der unter anderem die Flyer für die Gruppen gestaltet. Außerdem ist sie in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) aktiv.
Beim Empfang im Rathaus zeigte sich die Geehrte dankbar für die Auszeichnung. Bürgermeister Frank Spilling lobte ihren Einsatz und betonte, dass ihre Arbeit höchste Anerkennung verdiene. Er sagte, die Stadt sei froh über Menschen, die anderen mit so viel Herz und Zeit zur Seite stehen.
Die Thüringer Rose wird jedes Jahr an zehn Ehrenamtliche vergeben. Sie steht stellvertretend für über 750.000 Menschen in Thüringen, die sich freiwillig engagieren. Die Auszeichnung erinnert an die Heilige Elisabeth von Thüringen, die bereits vor über 800 Jahren Kranken und Bedürftigen half.
Quelle: Wipfratal – zur Originalmeldung