Arnshöfen: Grundstückseigentümer müssen Rattenbekämpfung selbst zahlen
In Arnshöfen (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) geht es darum, wie man mit Ratten umgeht. Vor allem Wanderratten machen Probleme, weil sie gut klettern, schwimmen und graben können. Sie siedeln sich gerne in Kellern oder Abwasserkanälen an.
Oft locken die Menschen die Tiere selbst an. Essensreste auf dem Kompost oder Lebensmittel, die über die Toilette in den Kanal gespült werden, wirken wie ein Buffet für die Nager. Auch Tierfutter, das offen herumsteht, oder stark zugewachsene Gärten bieten den Tieren ideale Bedingungen.
Da Ratten Krankheiten übertragen können, gelten sie als Gesundheitsschädlinge. Wenn eine Gefahr besteht, muss gehandelt werden. Hier ist zuerst der Besitzer des Grundstücks verantwortlich. Er muss für die Bekämpfung sorgen und die Kosten selbst tragen. Wenn er das nicht freiwillig tut, kann das Ordnungsamt die Maßnahmen anordnen. Wer sich dann immer noch weigert, muss mit einem Zwangsgeld rechnen.
Um die Kanalisation sauber zu halten, lässt die Verbandsgemeinde regelmäßig eine Firma die öffentlichen Kanäle belegen. Das kostet die Gemeinde jedes Jahr mehrere tausend Euro.
Um Ratten fernzuhalten, gibt es einfache Regeln: Mülltonnen immer schließen und gelbe Säcke nicht offen lagern. Gekochte Speisereste oder Fleisch gehören nicht auf den Kompost; hier empfiehlt sich ein geschlossener Komposter. Essensreste dürfen nicht über die Toilette oder den Spülstein entsorgt werden, da die Tiere sonst in die Kanalisation gelockt werden und sogar bis in die Wohnungen klettern können. Zudem sollten Rohrleitungen instand gehalten und Sträucher regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Wer auf seinem Grundstück Hilfe braucht, kann sich während der Kanalbelegung an den Schädlingsbekämpfer wenden. Unter der Telefonnummer 06436 91067 gibt es Beratung und kostengünstige Köderfallen.
Quelle: Arnshöfen – zur Originalmeldung