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Arnsberg: Feuerwehr bekommt neue High-Tech-Drohne

Die Feuerwehr Arnsberg hat ihre Technik aufgerüstet. Eine neue Drohne soll ab sofort bei der Suche nach Vermissten und bei Bränden helfen.

Am Dienstag, den 25. August, hat die Feuerwehr Arnsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) ein neues Fluggerät in Dienst gestellt. Es handelt sich um eine Drohne vom Typ DJI Matrice M4TD. Die Übergabe fand auf dem Segelflugplatz des LSC Oeventrop e.V. statt. Dort nahmen die Führung der Feuerwehr, der Technik-Chef und die Mitglieder der Drohnenstaffel das Gerät entgegen.

Damit die Mannschaft das neue Teil auch richtig bedienen kann, gab es eine ausführliche Schulung durch die Firma Drohne112.de. Zuerst gab es eine anderthalbstündige Theorie-Einheit. Da die Feuerwehr bereits eine Drohne dieses Herstellers nutzt, kannten die Piloten die Grundlagen schon. Trotzdem wird es in den nächsten Wochen noch weitere Übungen geben, damit im Ernstfall alles reibungslos klappt. Danach folgten knapp vier Stunden Praxis, in denen jeder Pilot die Drohne selbst in die Luft lassen durfte.

Das neue Gerät ist extrem leistungsfähig. Es hat eine Weitwinkel-Kamera für den Überblick und eine Zoom-Optik, mit der man zum Beispiel Warnschilder an Gefahrgut-Lkw aus der Ferne lesen kann. Besonders wichtig ist die Wärmebildkamera. Sie hilft den Rettern dabei, Glutnester bei Bränden zu finden oder vermisste Menschen in der Dunkelheit aufzuspüren. Ein Laser-Entfernungsmesser liefert zudem genaue Daten über die Position.

Zusätzlich ist die Drohne mit einem Scheinwerfer für Nachteinsätze und einem Lautsprecher ausgestattet. So können die Einsatzkräfte Durchsagen an Anwohner machen oder Menschen ansprechen, die weggelaufen sind. Die Drohne kann bis zu 50 Minuten lang fliegen und funktioniert auch bei Regen oder Schnee. Sensoren verhindern zudem, dass das Gerät gegen Hindernisse fliegt.

Mit der neuen Anschaffung wird ein altes Modell vom Typ Yuneec Typhoon H520 ausgemustert. Die Feuerwehr hat nun insgesamt zwei DJI-Drohnen im Einsatz. Die große neue Drohne wird auf dem Gerätewagen Messtechnik des Löschzugs Neheim stationiert. Das Fahrzeug kann einzeln alarmiert werden. Die Live-Bilder der Drohne werden direkt auf einen Monitor im Wagen übertragen, sodass die Einsatzleitung sofort sieht, was von oben passiert.

Damit es auch im Osten der Stadt schnell geht, gibt es eine zweite, kleinere Drohne (DJI Air 3S). Diese befindet sich auf dem Einsatzleitwagen 1 des Löschzuges Bruchhausen/Niedereimer. So können erste Bilder aus der Luft geliefert werden, noch bevor die große Hauptdrohne am Einsatzort eintrifft.

Quelle: Feuerwehr der Stadt Arnsberg – zur Originalmeldung

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