Amt Nordsee-Treene klärt Regeln zum Datenschutz
Das Amt Nordsee-Treene (Sitz in Mildstedt, Schleswig-Holstein) hat seine Datenschutzregeln veröffentlicht. Dabei geht es vor allem darum, welche Informationen das Amt sammelt und wofür diese genutzt werden. Grundsätzlich werden Daten nur dann verarbeitet, wenn es für die Arbeit des Amtes nötig ist oder wenn die Betroffenen vorher zugestimmt haben.
Besonders wichtig sind die Regeln für die Internetseite. Wer die Seite besucht, hinterlässt automatisch Spuren in sogenannten Logfiles. Das System speichert zum Beispiel den Browsertyp oder die IP-Adresse, um die Seite überhaupt ausliefern zu können und sich vor Angriffen zu schützen. Diese Daten werden jedoch stündlich anonymisiert und nach sieben Tagen komplett gelöscht.
Auch beim Kontakt mit dem Amt gibt es feste Regeln. Wer das Kontaktformular, E-Mails oder die Post nutzt, gibt persönliche Daten wie Namen und Adressen preis. Diese werden nur für die Bearbeitung des Anliegens verwendet. Wer Termine über das System „eTermin“ bucht, muss wissen, dass diese Daten verschlüsselt übertragen werden. Die Server stehen zwar in Frankfurt, aber da es sich um ein US-Unternehmen handelt, gibt es theoretisch eine Zugriffsmöglichkeit für US-Behörden. Die Daten werden normalerweise 30 Tage nach dem Termin gelöscht.
Für die Analyse der Webseite nutzt das Amt das Programm Matomo. Damit wird geschaut, wie die Besucher die Seite nutzen, um sie zu verbessern. Die Nutzer können dieser Analyse aber widersprechen, indem sie einen speziellen Cookie in ihrem Browser aktivieren.
Den Bürgern stehen verschiedene Rechte zu. Sie können jederzeit fragen, welche Daten über sie gespeichert sind, oder die Korrektur falscher Angaben verlangen. Unter bestimmten Bedingungen können sie auch fordern, dass ihre Daten gelöscht werden. Wenn jemand Probleme mit dem Datenschutz hat, kann er sich an die Datenschutzbeauftragte Jennifer Jähn-Nguyen in Hamburg oder an das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Kiel wenden.
Das Amt empfiehlt, die Datenschutzerklärung regelmäßig zu prüfen, da sie bei neuen technischen Funktionen auf der Webseite angepasst werden kann.
Quelle: Arlewatt – zur Originalmeldung