Altlußheim: Asiatische Tigermücke im Ort nachgewiesen
In Altlußheim (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) gibt es einen neuen Grund zur Vorsicht im Garten. Am 24. August haben Experten bei einer Zufallsprüfung frisch abgelegte Eier der Asiatischen Tigermücke entdeckt. Wie viele dieser Mücken es mittlerweile im Ort gibt, weiß man noch nicht. Doch die Behörden wollen verhindern, dass die Tiere eine richtige Plage werden.
Die Tigermücke ist anders als die normale Stechmücke. Sie ist besonders aggressiv, verfolgt Menschen hartnäckig und ist tagsüber aktiv. Das Gefährliche: Sie kann Krankheiten wie das Zika- oder Dengue-Virus übertragen, wenn sie zuvor einen infizierten Menschen gestochen hat. Auch Hunde können betroffen sein, da die Mücke Fadenwürmer übertragen kann.
Die Gemeinde und die Aktionsgemeinschaft KABS rufen deshalb alle Bewohner dazu auf, ihre Grundstücke zu prüfen. Die Mücken brüten in jedem kleinen Wasserloch. Das können Regentonnen, Untersetzer von Blumentöpfen, Gießkannen oder verstopfte Dachrinnen sein. Wer diese Gefäße bis Anfang Oktober abdichtet oder wöchentlich leert, nimmt den Mücken die Lebensgrundlage. Wer das nicht schafft, kann kostenlose Bti-Tabletten bei der Gemeindeverwaltung abholen. Diese töten nur die Mückenlarven, sind aber für Menschen, Hunde oder Bienen völlig harmlos.
Auch beim Putzen kann man helfen: Eier kleben oft an den Innenwänden von Töpfen. Man kann sie mit heißem Wasser (über 60 Grad) abtöten oder mit einer Bürste kräftig abschrubben.
Zudem wird nach weiteren Sichtungen gesucht. Da man die Tigermücke leicht mit anderen Arten verwechselt, braucht die KABS eindeutige Beweise. Wer eine verdächtige Mücke fängt, soll sie für 20 Minuten ins Gefrierfach legen und dann Fotos von oben, von vorne und von den Beinen machen. Die Tigermücke erkennt man an einem weißen Streifen auf dem Rücken und weißen Spitzen an den Tastern und den hinteren Beinen. Die Fotos können an das Portal www.kabsev.de/stichts geschickt werden. Alternativ kann man das tote Tier in einem kleinen Röhrchen per Post an die KABS in Speyer senden.
Die Ermittlungen über das genaue Ausmaß der Besiedelung dauern an.
Quelle: Altlußheim – zur Originalmeldung