Altenberge: Wasserentnahme aus Bächen und Seen verboten
In Altenberge (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) ist das Wasser aus Oberflächengewässern derzeit tabu. Seit dem 14. Juli 2026 darf niemand mehr Wasser aus Bächen, Flüssen, Seen und Teichen entnehmen. Die Kreisverwaltung Steinfurt hat dieses Verbot angeordnet, weil es zu wenig geregnet hat und die Temperaturen zu hoch sind.
Die Natur ist durch die Hitze stark belastet. Zwar gab es zwischendurch ein paar Regenschauer, doch die haben kaum geholfen. In einigen Gewässern fehlt bereits der Sauerstoff. Die Behörden wollen verhindern, dass es wie im Sommer 2025 zu einem großen Fischsterben kommt. Deshalb gilt das Verbot vorerst bis Samstag, den 31. Oktober 2026.
Das Verbot gilt für jeden, egal ob man Eigentümer eines Grundstücks ist oder eine spezielle Erlaubnis hat. Es ist nicht nur verboten, große Mengen Wasser für die Landwirtschaft zu pumpen, sondern auch kleine Mengen für den eigenen Garten zu nehmen. Ausgenommen sind jedoch Grundwasserentnahmen, zum Beispiel über Brunnen, sofern diese gesetzlich erlaubt sind. Auch aus der Ems, dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Mittellandkanal darf weiterhin Wasser entnommen werden, da hier andere Regeln gelten.
Einige Ausnahmen gibt es dennoch: Vieh darf weiterhin getränkt werden und das Schöpfen mit kleinen Handgefäßen bleibt erlaubt.
Der Kreis Steinfurt wird kontrollieren, ob sich alle an die Regeln halten. Wer trotzdem Wasser entnimmt, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Im schlimmsten Fall drohen Strafen von bis zu 50.000 Euro.
Quelle: Altenberge – zur Originalmeldung