Altefähr: Große Suchaktion im Wasser war Fehlalarm
Am Sonntagvormittag gegen 10:30 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Jemand hatte gemeldet, dass eine Person in Altefähr (Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) ins Wasser gesprungen sei und nicht mehr aufgetaucht sei. Die Beamten reagierten sofort und starteten eine große Suche.
Zuerst rückten die Polizei, die Feuerwehr und die DLRG aus. Auch die Wasserschutzpolizei suchte den Bereich ab. Weil die Lage ernst aussah, stieg sogar ein Rettungshubschrauber in die Luft, um aus der Höhe nach dem Vermissten Ausschau zu halten.
Doch die Suche blieb erfolglos. Weder die Rettungskräfte noch Passanten, die in der Nähe waren, konnten eine Person im Wasser entdecken. Schließlich brachen die Einsatzkräfte die Suche ab, da niemand zu finden war und es keine Hinweise auf eine hilfsbedürftige Person gab.
Jetzt vermutet die Polizei, dass der gesamte Notruf eine Lüge war. Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Anrufer seine Telefonnummer manipuliert hat. Das nennt man Call-ID-Spoofing. Dabei wird technisch verschleiert, von wo der Anruf eigentlich kommt, sodass auf dem Display der Polizei eine falsche Nummer stand.
Die Polizei hat nun eine Strafanzeige wegen Missbrauchs von Notrufen aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung