Ahaus plant Offenen Ganztag für Josefschule in Graes
Bisher ist es für viele Grundschulkinder in Graes (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) ein weiter Weg. Wer ein Angebot der Offenen Ganztagsschule (OGS) nutzt, wird derzeit per Taxi-Shuttle zur Josefschule in den Stadtkern von Ahaus gefahren. Dort müssen die Eltern ihre Kinder am Nachmittag wieder abholen. Das soll sich nun ändern.
Der Stadtrat hat am 16. Juli einstimmig entschieden, dass es ab dem Schuljahr 2027/28 ein eigenes OGS-Angebot am Standort Graes geben soll. Damit können die Kinder nach dem Unterricht direkt vor Ort bleiben.
Damit der Plan aufgeht, gibt es jedoch eine Bedingung: Es müssen bis zum 15. Dezember mindestens 25 Kinder verbindlich angemeldet werden. Nur wenn diese Zahl erreicht wird, passt die Finanzierung durch das Land und die Stadt. Sind es zu wenige Kinder, müsste die Stadt zu viele Kosten aus eigener Tasche bezahlen.
Die Stadtverwaltung ist aber optimistisch. Im Juni wurden 86 Familien befragt. Davon haben 58 ein konkretes Interesse an einem Platz in Graes gezeigt. Die pädagogische Betreuung übernimmt die AWO aus dem Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, die bereits am Hauptstandort in Ahaus tätig ist.
Für die Umsetzung gibt es bereits konkrete Pläne: Genutzt werden Räume der Josefschule und das Pfarrheim in der Nähe. Damit die Kinder sicher von einem Ort zum anderen kommen, baut der städtische Baubetriebshof einen neuen Verbindungsweg vom Schulhof zum Pfarrheim. Dort richtet die Stadt zudem eine Ausgabeküche für das Mittagessen ein. Für die Möbel und die erste Ausstattung sind rund 36.000 Euro geplant.
Quelle: Ahaus – zur Originalmeldung