Aachen: Trockenheit lässt Stadtbäume absterben
In Aachen (Nordrhein-Westfalen) hinterlässt die anhaltende Trockenheit deutliche Spuren. Über das gesamte Stadtgebiet verteilt sterben Bäume ab. Das betrifft sowohl Straßenbäume als auch Pflanzen in Parks und auf Grünflächen. Da die abgestorbenen Bäume nicht mehr sicher sind, müssen sie nun nach und nach gefällt werden.
Das Problem liegt an der ausgetrockneten Erde. Die obersten dreißig bis fünfzig Zentimeter des Bodens sind staubtrocken. Genau dort sitzen die Feinwurzeln, die das Wasser aus dem Boden ziehen. In den letzten vier Monaten hat es in der Region nur zwei Mal genug geregnet, um diese Schicht wieder richtig zu durchfeuchten. Die Speicher im Boden sind leer.
Besonders gefährlich sind derzeit sogenannte Grünastbrüche. Dabei brechen plötzlich Äste ab, obwohl sie noch voll belaubt und gesund aussehen. Das passiert sogar bei Windstille, weil der Druck im Holz nachlässt. Die Stadt warnt deshalb die Menschen, in der Nähe von Straßenbäumen und im Wald besonders vorsichtig zu sein.
Einige Bäume überleben die Hitze zwar erst einmal, sind aber so geschwächt, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr austreiben. Zudem wird die Rinde rissig, wodurch Pilze und Schädlinge leichter eindringen können. Warum manche Bäume sterben und andere direkt daneben gesund bleiben, ist noch nicht geklärt. Die Experten der Stadt prüfen nun, woran das liegt.
Um die jungen Pflanzen zu retten, gießt der Stadtbetrieb jede Woche rund 2.400 Jungbäume. Die Stadt hofft nun auf die Mithilfe der Bewohner. Wer in seiner Straße Bäume mit Wasser versorgt, hilft den Pflanzen beim Überleben. Egal ob Leitungswasser oder Regenwasser – jeder Eimer zählt.
Wer vertrocknete oder tote Bäume bemerkt, kann diese über den Mängelmelder des Stadtbetriebs melden.
Quelle: Aachen – zur Originalmeldung