Aachen: Nachtverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln
Wer in Aachen (Nordrhein-Westfalen) einen Mähroboter besitzt, muss ab jetzt auf die Uhr schauen. Seit dem 1. September 2026 ist es in der gesamten StädteRegion verboten, diese Geräte nachts laufen zu lassen. Das Verbot gilt unbefristet. Verboten ist der Betrieb von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis zu einer halben Stunde nach Sonnenaufgang am nächsten Tag.
Das betrifft alle Roboter, die den Rasen selbstständig mähen und nicht per Fernsteuerung bedient werden. Die Regelung gilt nicht nur in der Stadt Aachen, sondern auch in Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen.
Der Grund für das Verbot sind die Tiere im Garten. Vor allem Igel, aber auch Kröten, kleine Reptilien und Insekten sind nachts unterwegs. Da Mähroboter sehr leise sind, bemerken die Tiere die Gefahr oft nicht. Ein Igel läuft bei Angst nicht weg, sondern rollt sich zusammen. Dann werden die Tiere von den rotierenden Messern überrollt. Das führt oft zu schweren Verletzungen oder zum Tod, wobei die Tiere lange leiden.
Die Stadt erklärt, dass die aktuelle Technik noch nicht ausreicht, um Tiere zuverlässig zu erkennen. Da Igel in der freien Natur immer weniger Hecken und Gebüsche zum Verstecken finden, weichen sie verstärkt in private Gärten aus. Dort werden sie nun durch das Nachtverbot geschützt.
Die rechtliche Grundlage für das Verbot sind zwei Allgemeinverfügungen der Stadt und der StädteRegion Aachen. Wer genau wissen möchte, was in den Dokumenten steht, kann diese auf der Webseite der Stadt Aachen unter den öffentlichen Bekanntmachungen nachlesen.
Quelle: Aachen – zur Originalmeldung