Aachen blickt auf 125 Jahre Stadtstatistik zurück
Die Stadt Aachen (Nordrhein-Westfalen) feiert ein besonderes Jubiläum. Seit 125 Jahren werden in der Stadt Statistiken geführt. Das Team der Statistikstelle nutzt diesen Anlass nun, um die Entwicklung der Stadt mit Zahlen und Fakten nachzuerzählen.
Der Weg zur heutigen Großstadt war nicht immer einfach. Ende des 19. Jahrhunderts war Aachen noch eine kompakte Industriestadt mit nur etwa 30,5 Quadratkilometern Fläche. Im Jahr 1890 knackte die Stadt zum ersten Mal die Marke von 100.000 Einwohnern. Doch das Wachstum brachte Streit. Als die Badestadt Burtscheid 1897 eingemeindet wurde, gab es heftige Diskussionen. Damals war die Stimmung so aufgeheizt, dass es sogar an Karnevalstagen zu kleinen Scharmützeln kam.
Im 20. Jahrhundert wuchs die Stadt in Schüben. Nach Burtscheid folgte 1906 die Gemeinde Forst. Einen extremen Einbruch erlebte die Stadt während des Zweiten Weltkriegs. Während der Schlacht um Aachen im Oktober 1944 lebten nur noch 11.139 Menschen in der Stadt. Doch der Wiederaufbau ging schnell: Bereits im Dezember 1945 waren es wieder über 100.000 Einwohner.
Der größte Sprung passierte am 1. Januar 1972. Durch das sogenannte Aachen-Gesetz wurden sieben Umlandgemeinden eingegliedert: Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich und Walheim. Plötzlich vergrößerte sich das Stadtgebiet auf die heutigen 160,85 Quadratkilometer. Auch damals gab es viel Widerstand und hitzige Debatten in der Bevölkerung. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl sprunghaft auf etwa 240.000 Menschen an.
In den letzten Jahrzehnten half vor allem die RWTH Aachen dabei, die Stadt lebendig zu halten. Durch den Ausbau der Hochschule zogen viele Studierende zu. Heute wohnen rund 262.000 Menschen in der westlichsten Großstadt Deutschlands.
Die Statistikstelle möchte diese Reise durch die Zahlen mit den Bürgern teilen. Neben der Bevölkerungsentwicklung gibt es auch kuriose Daten, zum Beispiel zu den Zuschauerzahlen bei Heimspielen von Alemannia Aachen. Wer mehr erfahren möchte, kann bis August 2027 regelmäßig auf der Internetseite aachen.de/statistik vorbeischauen.
Quelle: Aachen – zur Originalmeldung