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A61 bei Bingen: Reifenplatzer löst Unfallkette aus

Ein platter Reifen an einem Sattelzug führte zu einer riesigen Dieselpfütze und einem langen Stau auf der A61. In dem Rückstau knallte es dann mehrfach.

Am Donnerstagmorgen gegen 9:45 Uhr passierte es auf der A61 (Bingen am Rhein, Rheinland-Pfalz) in Richtung Ludwigshafen. Einem Sattelzug platzte plötzlich der hintere Reifen an der rechten Seite der Zugmaschine. Die Wucht war so groß, dass Teile des Reifens durch die Luft flogen und den Tank des Lastwagens beschädigten.

Aus dem Loch im Tank liefen mehrere hundert Liter Diesel auf die Fahrbahn und flossen teilweise in den Grünstreifen daneben. Eine Streife der Autobahnpolizei aus Gau-Bickelheim bemerkte den Vorfall, räumte die Trümmer weg und sperrte sofort den rechten Fahrstreifen.

Dann kam die Freiwillige Feuerwehr Gensingen dazu. Die Retter dichteten den Tank erst einmal notdürftig ab, damit nicht noch mehr Kraftstoff auslief. Weil der Diesel aber bereits in die Erde gesickert war, mussten die Untere Wasserbehörde und eine Spezialfirma kommen. Die Experten mussten das verunreinigte Erdreich ausgraben. Währenddessen sperrte die Autobahnmeisterei auch den mittleren Fahrstreifen, um den Abschleppvorgang und die Reinigungsarbeiten zu ermöglichen.

Weil der Verkehr nur noch über eine Spur floss, staute es sich bis zur Anschlussstelle Bingen-Mitte zurück. In diesem Stau kam es dann zu einer Kettenreaktion: Insgesamt fünf Autos krachten ineinander. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es gab nur Blechschäden. Insgesamt belaufen sich die Kosten wohl auf mehrere zehntausend Euro.

Gegen 15:00 Uhr war der Sattelzug endlich abgeschleppt und die Fahrbahn wieder komplett frei.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Verkehrsdirektion Mainz – zur Originalmeldung

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