A1 bei Groß Ippener: Rinderrettung nach Lkw-Unfall
Am Dienstagnachmittag gegen 17:46 Uhr kam es auf der A1 zwischen Groß Ippener (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen) und dem Autobahndreieck Stuhr zu einem schweren Unfall. Zunächst hieß es, dass drei Lkw und zwei Pkw verunglückt seien. Als die Feuerwehren aus Harpstedt und Groß Ippener an der Unfallstelle ankamen, sah die Lage jedoch anders aus: Beteiligt waren ein Sattelzug, ein Kleintransporter und ein Viehtransport.
Besonders kritisch war die Situation beim Viehtransport. Die Zugmaschine lag auf der Seite, während der Anhänger in die Berme rutschte und drohte, komplett abzustürzen. Da die drei Fahrzeuge die gesamte Fahrbahn blockierten, kamen die Rettungswagen zunächst nicht weg. Die Einsatzkräfte mussten deshalb erst den Sattelzug wegziehen, um eine Lücke für die Sanitäter zu schaffen.
Dann begann die schwierige Rettung der Tiere. Das Veterinäramt und eine Spezialgruppe für Großtierrettung aus Groß Mackenstedt rückten an. Zuerst holten die Helfer die Rinder aus dem stehenden Anhänger und luden sie auf einen anderen Transporter um. Die Tiere in der gekippten Zugmaschine waren schwerer zu erreichen. Mit einem Bergungsfahrzeug wurde die Maschine nach vorne gezogen, bis das Heck auf der Fahrbahn stand. Erst so konnten die Retter in den Laderaum gelangen und die restlichen Tiere herausholen.
Der Einsatz war so anstrengend und dauerte so lange, dass die Malteser aus Wildeshausen mit einer Schnelleinsatzgruppe kamen, um die Feuerwehrleute zu versorgen. Die Autobahn blieb in dieser Richtung komplett gesperrt. Erst nach Mitternacht waren die Arbeiten beendet. Von den 20 Rindern konnten 18 lebend gerettet werden.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an, um die genaue Unfallursache zu klären.